Autohaus Gruber GmbH & Co KG
Branche
Autohaus / Einzelhandel

Lorenz Blattl
So profitiert Autohaus Gruber von Superduperchat
Alle Kanäle in einem Posteingang — Anfragen automatisch nach Fahrzeugtyp und Verkäufer zugewiesen
Probefahrtenbuchungen via WhatsApp um 60% gesteigert
Reaktionszeit von durchschnittlich 6,5 Stunden auf 18 Minuten reduziert
WhatsApp-Broadcasts mit 88% Öffnungsrate — viermal so hoch wie E-Mail
Wie ein Tiroler Autohaus mit WhatsApp mehr Probefahrten bucht als mit seiner Website
28 Mitarbeiter, vier Kommunikationskanäle, null gemeinsamer Überblick. Autohaus Gruber hat das gelöst — und entdeckt, dass WhatsApp sein stärkster Vertriebskanal ist.

Stellen Sie sich vor: Ein Interessent sieht Ihr Inserat auf willhaben, schickt eine Anfrage über das Website-Formular, schreibt gleichzeitig auf Instagram und ruft am nächsten Tag an — weil er noch keine Antwort bekommen hat.
Bei Autohaus Gruber war das Alltag.
Nicht weil das Team desinteressiert war. Sondern weil niemand einen Überblick hatte. Die Website-Anfragen landeten beim Verkaufsleiter. Instagram beim Lehrling, der zufällig den Account betreute. Das Telefon klingelte auf vier verschiedenen Apparaten. Und E-Mails? „Die haben wir oft erst am nächsten Tag gesehen", sagt Thomas Gruber, Geschäftsführer in zweiter Generation.
Das Autohaus Gruber ist eine Institution in Kufstein. 1988 von Thomas' Vater gegründet, heute autorisierter Händler mit eigenem Servicebetrieb, 28 Mitarbeitern und einem Gebrauchtwagenbestand von über 120 Fahrzeugen. Der Ruf ist makellos. Die Kundenbindung hoch. Aber der erste Kontakt mit neuen Interessenten — der lief nicht rund.
Vier Kanäle, null Überblick
Das eigentliche Problem war nicht die Menge der Anfragen. Es war die Verteilung. Wer über das Kontaktformular auf der Website schrieb, wartete bis zu 24 Stunden. Wer auf Instagram fragte, bekam vielleicht eine Antwort — je nachdem, wer gerade eingeloggt war. WhatsApp-Nachrichten landeten auf dem privaten Handy des Verkaufsleiters.
„Wir haben Kunden verloren, die wir nie kennengelernt haben", sagt Thomas. „Die haben woanders gekauft, weil wir einfach zu langsam waren. Das tut weh."
Der Wendepunkt kam im Dezember 2025. Ein befreundeter Unternehmer empfahl SDC. Thomas war skeptisch — er hatte schon mehrere CRM-Lösungen ausprobiert, alle zu komplex, alle zu teuer. Aber er ließ sich auf eine Demo ein.
„Ich hab in der Demo gesehen, wie eine WhatsApp-Anfrage reinkommt, automatisch dem richtigen Verkäufer zugewiesen wird und der Kunde in unter zwei Minuten eine Antwort bekommt. Da war ich überzeugt."
Einrichtung in drei Tagen
Die technische Integration dauerte drei Tage. WhatsApp Business API, Instagram-Anbindung, E-Mail-Weiterleitung in den gemeinsamen Posteingang. Alle sieben Verkäufer bekamen einen eigenen Account — Anfragen werden automatisch nach Fahrzeugtyp zugewiesen. Gebrauchtwagen an Team A, Neuwagen an Team B, Werkstatt-Anfragen direkt an den Serviceberater.
Ab Tag vier lief alles zentral. Erstmals sahen Thomas und sein Verkaufsleiter in Echtzeit, welche Anfragen offen waren — und wer sie bearbeitete.
„Das erste Mal, dass ich morgens das Dashboard geöffnet hab und dachte: Ich weiß, was los ist."
WhatsApp als Vertriebskanal
Was niemand erwartet hatte: WhatsApp entwickelte sich schnell zum stärksten Eingangskanal für Probefahrtenanfragen.
Autohaus Gruber begann, aktive Broadcasts zu verschicken — an Kunden, die in den letzten zwei Jahren ein Fahrzeug gekauft hatten. Neue Modellvorstellungen. Saisonale Service-Aktionen. Einladungen zu Probefahrten.
Die Zahlen nach drei Monaten:
Probefahrtenbuchungen via WhatsApp: +60% gegenüber Vorquartal
Durchschnittliche Reaktionszeit auf Anfragen: von 6,5h auf 18 Minuten
Broadcast-Öffnungsrate: 88%
E-Mail-Newsletter Öffnungsrate (Vergleich): 21%
„Ich hätte nicht gedacht, dass Leute über WhatsApp ein Auto kaufen", sagt Thomas. „Aber sie kaufen es nicht über WhatsApp. Sie entscheiden sich über WhatsApp, ob sie zu uns kommen. Und das ist der entscheidende Moment."
Der menschliche Faktor
Thomas betont einen Punkt, der in keiner Statistik auftaucht: das Vertrauen.
„Ein Autohaus lebt von Vertrauen. Wenn ein Kunde schreibt und innerhalb von 20 Minuten eine persönliche, kompetente Antwort bekommt — nicht von einem Bot, sondern von seinem Ansprechpartner — dann fühlt er sich ernst genommen."
SDC ermöglicht genau das: Der KI-Agent übernimmt die erste Antwort außerhalb der Öffnungszeiten, sammelt Informationen und qualifiziert die Anfrage. Sobald das Team morgens beginnt, ist der Kontext da. Der Verkäufer muss nicht nachfragen — er weiß bereits, für welches Fahrzeug sich der Kunde interessiert, welches Budget er hat und wann er Zeit für eine Probefahrt hätte.
„Das ist kein Roboter, der Kunden abwimmelt", sagt Thomas. „Das ist ein Assistent, der mir die Arbeit leichter macht. Und meinen Kunden das Gefühl gibt, dass wir immer erreichbar sind."
